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Der deutsche und europäische Burgenbau im Mittelalter
Die
europäische Burg war als Wehrbau vom 11. bis zum
15. Jahrhundert ein besonders ausgeprägtes Bauwerk.
Sie unterschied sich als befestigter Wohnsitz mit den
Burgelementen: Bergfried, Ringmauer, Burgtor und Wohngebäude
völlig von den antiken großen Befestigungen
und Stadtburgen. Die klassischen, hochmittelalterlichen
Burgen (letztes Drittel 12. Jh. bis Mitte 13. Jh.) im
deutschen Sprachraum waren in Abhängigkeit von
ihrer Funktion ausgebildet als
| große
und kleine Festungsburg: |
Sitz
vieler Bewaffneter/Lehensleute, Territorialzentrum,
Residenz mit einem oder zwei Bergfrieden |
| Wehrburg: |
wehrhafter
Sitz eines Ritters/Ministerialen mit einem Bergfried |
| Wohnburg: |
Wohnsitz
eines Adeligen mit aufwendigerem Wohnkomfort im
Wohngebäude |
| Satellitenburg: |
Nebenburg
um eine bedeutende Burg oder auch Residenz herum;
die zur Unterstützung der Hauptburg diente |
| Verwaltungsburg: |
Sitz
eines Verwalters eines oder mehrerer Dörfer
einer bedeutenden Herrschaft |
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